Überwachungskameras unser Ratgeber

Überwachungskameras unser Ratgeber

Es gibt eine riesige Auswahl an verschiedenen Überwachungskamera-Modellen, die sich anhand ihres Einsatzgebietes, der Signalübertragung und der Bauart unterscheiden. Um hier die richtige Überwachungskamera zu finden, muss man sich dann doch etwas mit der Materie beschäftigen.

Welche Techniken zur Signalübertragung der Überwachungskameras gibt es?

Aktuell gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Überwachungskameras deren Signale per WLAN, IP, Funk, AHD, SDI oder Stromnetz übertragen werden. Daneben unterscheiden sich die Kameras durch ihre Bauart. Jede Bauart, ob Dome-, PTZ-, Mini- oder Wandkamera hat eigene Vor- und Nachteile.

Warum sollte man besser keine Überwachungskamera kaufen, die auf Funk oder WLAN basiert?

Bei Überwachungskameras, die mit WLAN oder Funk funktionieren ist das so eine Sache, weil beide Techniken zur Signalübertragung äußerst anfällig gegen Störungen sind. Daneben hast du das Problem, dass dein WLAN Vollendens in Beschlag genommen wird, wodurch sich die Geschwindigkeit deines Netzwerkes schlagartig reduziert. Nicht nur, dass die Übertragungsrate deines Internets rasant singt, auch die Übertragung des TVs wird ständig unterbrochen. Daneben darfst du nicht vergessen, dass die Übertragungstechnik per WLAN nicht unbedingt sicher ist. Zudem können Überwachungskameras, die mit WLAN funktionieren nicht durchgängig aufzeichnen.

AHD und SDI sind die bessere Wahl

Geht es darum eine Privatwohnung zu überwachen oder nur eine kleine Fläche, reicht eine zwei Megapixel Full-HD-Überwachungskamera völlig aus. Solche Überwachungskameras sind günstig in der Anschaffung und liefern gute Ergebnisse ab. Kameras mit einer Auflösung von einem K sind perfekt, um größere Bereiche zu überwachen. Pro Kamera können hierbei je nach dem einen Bereich von fünfzig bis hundert Quadratmeter erfassen. Innerhalb acht Meter ist die Erstellung von Fahndungsbildern oder die Erfassung von Autokennzeichnen möglich. Innerhalb sechzehn Meter sind die Kamera fähig Autos oder Personen zu erkennen. Allerdings nur dann, wenn diese bereits bekannt sind.

Wie funktionieren SDI- oder AHD-Überwachungskameras?

Der Anschluss der AHD- und/oder SDI-Überwachungskameras erfolgt ähnlich wie bei einer Sterntopologie aus der Computertechnik sternförmig. Hierfür werden je nach dem entweder nur Koax-Kabel verwendet oder Kabel, die eine Kombination aus Strom- und Koaxialkabel. Durch diese Technik wird es möglich, lückenlos aufzuzeichnen und dabei alle Bewegungen zu erfassen, samt aller Nach- und Voralarme. Natürlich werden dabei auch alle Zugriffe übers Netzwerk, Internet oder App aufgezeichnet.

Was ist ein Voralarm?

Ein Voralarm bedeutet, dass die Aufzeichnung bereits einige Sekunden vor einer tatsächlichen Bewegung erfolgt.

Was ist ein Nachalarm?

Nachalarm heißt, dass die Überwachungskamera noch eine gewisse Zeit nach einer Bewegung aufzeichnet.

Wie erfolgt der Zugriff auf die Überwachungskamera?

Je nach Kamera-Modell erfolgt der Zugriff entweder über Internet, Smartphone, LAN oder Netzwerk.

Überwachungskameras mit VGA, PAL oder SD

VGA-, PAL- und SD-Überwachungskameras haben leider nur eine VGA-Auflösung, die Personen oder Autokennzeichnen nicht wirklich gut leserlich aufnimmt. Aus diesem Grund sollte man die Finger von solchen Überwachungskameras lassen, da diese einfach nicht mehr die aktuellen Videostandards erfüllen.

Was sind TVI-Überwachungskameras?

Nach dem der analoge Videostandart PAL an Bedeutung verlor, kamen neue HD-Standards auf, wie zum Bespiel CVI, TVI und AHD. Solche Überwachungskameras arbeiteten anfangs mit 1,3 Megapixel. Später mit 1K2Megapixel. Während CVI und TVI sehr schnell an Bedeutung verloren, ist AHD mittlerweile weltweit Standard bezüglich analoger Überwachungskameras.

Trotzdem werden einige Überwachungskameras produziert, die auf TVI basieren. Zudem bieten viele AHD-Überwachungskameras die Möglichkeit, die Kamera per Umschalten auf TVI-Norm umzuschalten.

Was sind IP-Überwachungskameras bzw. Netzwerk Kameras?

Im Bereich der Netzwerkkameras bzw. IP-Überwachungskameras werden nicht selten sogenannte Insellösungen geschaffen. Das bedeutet, dass du dich für das Netzwerksystem eines Herstellers entscheiden musst. Nur sehr wenige Hersteller produzieren ihre Kameras so, dass diese mit verschiedenen Systeme kombiniert werden können.

Welche Bauarten gibt es bei den Überwachungskameras?

Abhängig von der Funktion und dem Einsatzgebiet hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Bauformen.

a)    Überwachungskameras mit Wandhalterung:

Überwachungskameras mit Wandhalterung sind sehr oft allgegenwärtig, wie zum Beispiel in Kaufhäusern oder gar öffentlichen Plätzen. Diese Art Kameras dienen in erster Linie zur Abschreckung. Aus diesem Grund werden auch Überwachungskamera-Dummys mit dieser Bauform produziert.

Wichtig: Kaufst du eine gute Überwachungskamera mit Wandhalterung solltest du darauf achten, dass diese über eine Nachtsicht verfügt. Am besten du kaufst eine Kamera mit rechteckiger Form. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Dome-kamera.

Überwachungskamera-Attrappen kaufen – auf was muss man achten?

Willst du statt einer echten Überwachungskamera einen Dummy kaufen, solltest du darauf achten, dass diese Attrappe kaum von einem echten Modell zu unterscheiden ist.

  • Achte darauf, dass du deine Fake-Überwachungskamera mit robusten Gehäuse kaufst. Eine billige Plastikattrappe mit blinkenden LED schreckt niemanden wirklich ab, da die heutigen Gelegenheitsverbrecher mittlerweile wesentlich intelligenter sind.
  • Um die Täuschung aufrecht zu erhalten, solltest du auch bei einer Kamera-Attrappe ein Kabel zum Haus verlegen. Natürlich gibt es heute auch WLAN-Überwachungskameras, doch so oder so, eine echte Überwachungskamera benötigt nun mal eine Stromversorgung.
  • Wie ein Original, muss auch die Fake-Überwachungskamera fest montiert sein. Wird die Position der Attrappe ständig verändert, weiß auch ein Laie, dass es sich hierbei um einen Fake handelt.
  • Wichtig, du darfst nie vergessen, dass die Überwachungskamera-Attrappe nur den Zweck hat abzuschrecken. Einen wirklichen Schutz garantiert der Dummy nicht, da diese nicht aufzeichnen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du auch eine echte Überwachungskamera montierst.

Tipp: Montiere den Dummy an einer auffallenden Stelle, während du die echte Überwachungskamera direkt gegenüber positionierst. So lenkst du von der echten Überwachungskamera ab und sorgst für mehr Sicherheit.

Was ist eine Dome-Überwachungskamera?

  • Das Design der Dome-Kamera ist Kugelform. Aufgrund Ihres speziellen Aufbaus und des undurchsichtigen Glases, dort wo die Kamera sitzt, kann man nicht sehen, auf welchen Bereich die Kamera gerade ausgerichtet ist. Die Dome-Kamera kann je nach Modell Innen und Außen verwendet werden.
  • Dome-Kameras, die nur für den Innenbereich geeignet sind, haben nur ein Gehäuse aus Kunststoff, während das Gehäuse der Dome-Kameras für den Außenbereich aus Metall besteht. Um die Überwachungskamera vor Beschädigungen zu beschützt, ist Sie mit einem bruchsicheren Material überzogen.

Aufgrund der Bauform, ist nur wenig Platz im Inneren vorhanden, wodurch nur sehr wenige Dome-Kameras wirklich Nachtsicht haben. Unter den Dome-Überwachungskameras wird unterschieden zwischen einfacher Ausführung und sogenannter Speed-D