Netzwerk-Probleme lösen: Wir zeigen Ihnen wie es geht

Netzwerk-Probleme lösen: Wir zeigen Ihnen wie es geht

Öffnet sich im Webbrowser keine Internetseite mehr oder kann nicht mehr auf den Datenserver zugegriffen werden, dann ist es nicht immer einfach, die Fehler zu finden, die zu diesem Problem führen. An einem Computernetzwerk sind nun mal zu viele verschiedene Komponenten beteiligt, wodurch selbst ein kleiner Fehler in der Konfiguration dafür sorgen kann, dass das Netzwerk komplett ausfällt.

Dabei ist es völlig unerheblich ob der Fehler beim Provider liegt oder der DSL-Router bzw. die Verkabelung Ärger macht. Natürlich kann auch eine falsche WLAN-Konfiguration des Routers bzw. Switch oder eine defekte Netzwerkkarte der Grund sein, warum es mit dem Zugriff aufs Internet nicht hinhaut. Weitere Gründe, warum der Internetzugriff blockiert werden kann, sind fehlerhafte Einstellungen des Betriebssystems oder des Browsers. Sie sehen, die Ursachen warum es mit dem Internetzugriff nicht klappt können vielfältig sein. Um hier den Fehler zu finden, hilft es nur systematisch vorzugehen.

1.     Testen Sie die Verbindung zwischen Computer und DSL-Router

Prüfen Sie immer als erstes die Verbindung zwischen Ihrem Computer und Ihrem Router. Die Bedeutung des DSL-Routers ist nämlich nicht zu unterschätzen. Nur über dieses Gerät kann das heimische Netzwerk mit dem Internet verbunden werden.  Zeitgleich dient der Router aber auch als WLAN-Access-Point und Switch. Über den Router können die direkt verkabelten und die per WLAN eingehängten Geräte direkt miteinander kommunizieren.

Welche Aufgabe hat der DSL-Router noch?

Der Router ist nicht nur für die physische Verbindung zuständig, sondern verteilt auch die IP-Adressen über DCHP. Hat der Router die IP-Adresse 192.258.0.1 vergibt er bei den Geräten, die ins Netzwerk eingehängt werden IP-Adressen von 192.258.0.2 bis 192.258.0.254

Tipp: Über den Befehl „ipconfig“ bekommen Sie heraus, welche IP-Adresse Ihr Router hat.

Wie bekomme ich am schnellsten heraus, ob die Verbindung zum Router funktioniert?

Die Verbindung zum Router ist nicht gegeben, sobald sich dessen Konfigurationsseite nicht im Browser öffnen lässt. Die Gründe hierfür können vielseitig sein:

  • der Router ist defekt oder falsch konfiguriert
  • das Netzwerkkabel ist kaputt, locker oder nicht richtig eingesteckt
  • der Netzwerkadapter des zugreifenden Gerätes bzw. die Netzwerkkarte ist kaputt.

Die Verbindung zum Router funktioniert nicht, was kann ich machen?

  1. Schalten Sie den Router aus in dem Sie das Gerät vom Stromnetz trennen und schließen Sie ihn wieder an.
  2. Versuchen Sie mit einem anderen Gerät auf dem Router zuzugreifen. Verwenden Sie dabei eine kabelgebundene Verbindung direkt zum Router, um Fehlerquellen, wie Switches, Ethernet-Kabel, Powerline usw. auszuschließen.
  3. Funktioniert das ebenfalls nicht, können Sie noch versuchen, den DSL-Router auf Werkseinstellung zurückzusetzen. Ist aber trotz des Router-Resets keine Verbindung zum Computer möglich, ist davon auszugehen, dass das Gerät kaputt ist.
Einige Router-Modelle haben einen Reset-Knopf direkt an der Rückseite des Geräts. Er ist nicht mehr als ein kleines Loch über dem klein geschrieben Reset steht. Um den Knopf zu betätigen, benötigt man einen spitzen Gegenstand, wie eine aufgebogene Büroklammer oder einen Zahnstocher. Der Knopf muss ein paar Sekunden gedrückt werden.

Wichtig: Vergessen Sie nicht, dass bei einem Router-Reset auch die eingerichtete Zugangskennung  und alle anderen Konfigurationseinstellungen gelöscht werden. Der Router wird komplett auf seine Werkseinstellungen zurückgesetzt und ist normalerweise wieder funktionsfähig. Allerdings nur, solange kein Defekt vorliegt.

2.     Wie kann man die Konfiguration des Routers überprüfen?

Funktioniert der Router, bekommen alle Geräte innerhalb des Netzwerks über DHCP eine lokale IP-Adresse zugewiesen. Funktioniert das lokale Netzwerk, kann die Konfigurationsoberfläche des Routers von allen Geräten abgerufen, die im Netzwerk eingehängt sind. Sollte das nicht möglich sein, können Sie versuchen die Konfigurationsoberfläche über die IP des Routers aufzurufen.

Tipp: Prüfen Sie unbedingt ob der DHCP-Dienst eingeschaltet ist. Falls nicht, aktivieren Sie den Dienst.

Unter „aktive Verbindungen“ sehen Sie, wie viel Geräte aktuell mit dem Router verbunden sind. Sollte ein Gerät nicht in der Liste auftauchen, dann liegt das Problem nicht beim Router, sondern beim Gerät.

Haben Sie keine Geräte, die Sie über WLAN einbinden müssen, deaktivieren Sie die WLAN-Funktion Ihres WLAN-Routers. Verändern Sie unbedingt die Standard-Sicherheitseinstellungen, in dem Sie das Adminpasswort und den Benutzernamen verändern. Bei Bedarf können Sie auch einen eigenen Netzwerkschlüssel festlegen. Nur dann, wenn Sie beide Maßnahmen einhalten, machen Sie es Hackern schwerer per WLAN Ihren Router zu kapern.

Bei wirklich jedem Router ist über die Konfigurationsseite zu sehen, ob das Gerät eine Verbindung zum Internet hat oder nicht. Ist das nicht der Fall, kann man unter Ereignisse meist den Grund für die fehlgeschlagene Verbindung ermitteln. Der Grund für eine fehlgeschlagene Verbindung zum WWW muss nicht bei Ihnen liegen, da es auch zu einer Störung bei Ihrem Internetprovider gekommen sein kann. Informieren Sie sich auf der Webseite Ihres Providers oder rufen Sie die Kundenhotline an und fragen Sie nach.

3.     Wie kann man überprüfen ob die Netzwerkkarte bzw. der Netzwerkadapter des Computers in Ordnung ist?

Ältere Computer haben noch eine separate Netzwerkkarte, bei modernen PCs ist das anders. Die neuen Computer haben Onboard einen Netzwerkadapter, der als Chipsatz in der Hauptplatine untergebracht ist.

Wissenswertes: Neben der Netzwerkbuchse leuchten zwei LEDS. Das grüne Licht beginnt zu leuchten, sobald eine Verbindung zum Internet besteht. Das gelbe Licht beginnt zu blinken, sobald eine Datenübertragung stattfindet. WLAN-Adapter haben nur ein LED. Dieses leuchtet konstant, sobald der Adapter aktiv ist und beginnt bei einer Datenübertragung zu blinken.

Verbindungsfehler werden bei Windows und Linux gleichermaßen in der Systemleiste angezeigt. Bei Windows ist ein gelbes Ausrufezeichnen zu sehen, sollte die Hardware ok sein, Ihr Computer aber keine gültige IP-Adresse bekommen. Ein rotes Kreuz ist zu sehen, sollte die Verbindung zum Internet durch einen Hardwarefehler kommen.

Tipp: Leuchtet die grüne LED des Netzwerkanschlusses Ihres Computers nicht, der Router funktioniert aber nachweislich, weil der Zugriff über andere Geräte möglich ist, dann liegt das Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit im Übertragungsweg. Prüfen Sie die komplette Verkabelung. Sollte ein Switch dazwischen geschaltet sein, schließen Sie Ihren Computer direkt am Router an, eventuell hat der Switch einen Schaden. Überprüfen sie, ob bei Ihrem Gerät wirklich das WLAN angeschaltet ist. Vor allem bei Laptops und anderen mobilen Geräten gibt es nämlich die Möglichkeit, WLAN zu deaktivieren.

Bei frisch installierten Windows-Rechnern oder Geräten, bei denen die Netzwerkkarte neu eingebaut wurde oder einem zum ersten Mal benutzen WLAN-Stick kann es öfters Mal der Fall sein, dass der Zugriff aufs Internet nicht sofort funktioniert. Der Grund ist äußerst banal, denn meistens erkennt das System die Hardware einfach nicht, weil der Treiber noch nicht installiert ist. Sobald das nachgeholt wurde, funktioniert wieder alles wie gewohnt.

Tipp: Die Treiberinstallation bei Netzwerkkarten kann problemlos über den Gerätemanager durchgeführt werden Klicken Sie einfach auf Treibersoftware aktualisieren und der Rest passiert ganz von alleine. Sobald die Treiber aktualisiert wurden, dürften im Gerätemanager keine unbekannten Geräte mehr angezeigt werden.

Wissenswertes: Zeigt sich bei Ihrem Windows- oder Linux-Rechner, dass der Onboard-Netzadapter aktiv ist, sollten Sie trotzdem noch einmal einen Blick ins Bios werfen. Der Onboard-Netzwerkadapter auf der Hauptplatine kann nämlich auch im Bios deaktiviert sein. Die entsprechenden Infos finden Sie entweder unter „Advanced“ oder „Integrated Peripherals“.

DHCP deaktiviert – wie bekommt mein Gerät eine IP-Adresse?

Auch wenn die Hardware Ihres Rechners funktioniert, ist ein Zugriff aufs Heimnetzwerk und das Internet nur dann möglich, wenn der Computer eine IP-Adresse zu gewiesen bekommt. Diese erhält das Gerät normalerweise automatisch über DHCP. Sobald DHCP deaktiviert ist, bekommt der Rechner keine IP. Sobald dem Rechner keine IP-Adresse zugeteilt wird, ist von diesem Gerät nicht einmal ein Zugriff auf die Konfigurationsoberfläche des Routers möglich. In so einem Fall, müssen Sie etwas tricksen und die IP-Adresse manuell anfordern.

Wie kann ich die IP-Adresse manuell anfordern?

  1. Öffnen Sie bei einem Windows-Rechner das Netzwerk- und Freigabecenter und betätigen Sie Adaptereinstellungen ändern.
  2. Wählen Sie „LAN-Verbindung“ aus, danach Eigenschaften, Internetprotokoll-Version 4, folgende IP-Adresse beziehen. Geben Sie in den ersten drei Abschnitten den Adressraum Ihres heimischen Netzwerks aus. Für den vierten und letzten Adressraum können Sie eine Zahl zwischen 2 und 254 wählen. Für die Subnetzmask verwendet Windows automatisch 255.255.255.0. Als DNS-Server und Standard-Gateway müssen Sie die IP-Adresse ihres Routers eingeben. .

Wichtig: Damit das manuelle Anfordern der IP-Adresse funktioniert, müssen Sie den lokalen Adressraum Ihres Routers unbedingt kennen.

Wie kann ich das öffentliche oder lokale Netzwerk testen?

Haben Sie alle vorherigen Schritte durchgeführt, gilt es nun die Qualität des lokalen oder öffentlichen Netzwerks zu testen. Geben Sie hierfür in die Eingabeaufforderung  „ping und die IP-Adresse“ Ihres Routers ein. Beantwortet der Router die Ping-Anfrage erscheint:

64 bytes from IP-Adresse des Routers: icmp_seq=1 ttl=56 time=1.92 ms

Prüfen Sie auch, ob die anderen Geräte in Ihrem Netzwerk über PING erreichbar sind!

Sobald die Meldung „Destimation Host Unreachable“ erscheint, ist die Verbindung zum Router oder den anderen Geräten nicht vorhanden.

Tipp: Auch Ihre Internetverbindung können Sie mit Ping prüfen. Dabei liegt es an Ihnen, ob Sie ping und eine IP-Adresse oder eine Namensadresse, wie www.google.de eingeben.

Alle Tests durchgeführt, trotzdem zeigt der Browser keine Webseite an? Nachfolgend zeigen wir Ihnen warum und was Sie dagegen tun können.

Das wildgewordene Antiviren-Programm

Seltsam aber war, oft ist ein wildgewordenes Antivirenprogramm der Grund, warum sich keine Webseite öffnen lassen. Ist ein technischer Defekt und eine Störung Ihres Providers auszuschließen, probieren Sie aus, ob sich wirklich alle Webseiten nicht öffnen lassen. Lassen sich nur http://-Webseiten nicht öffnen, Internetseiten, deren Adresse mit https:// beginnen aber doch, dann ist die Ursache das Antivirenprogramm. Sobald das Antivirenprogramm entfernt wird, ist der Internetzugriff ganz normal wie gewohnt möglich.

Gerade bei mobilen Geräten, wie dem Laptop, ist es öfters der Fall, dass der Internetzugriff einmal funktioniert und einmal nicht. Der Grund ist einfach erklärt, vor allem wenn es sich um firmeneigene Geräte handelt. Bei einem Firmennetzwerk geht man über Proxy ins Internet, zu Hause hat man aber eine direkte Verbindung zum Provider. Um hier dem Problem entgegen zu wirken, müssen Sie Zuhause einfach nur den Proxyserver löschen. Gehen Sie hierfür auf Einstellungen, Erweitert, Netzwerk, Verbindungen und manuelle Proxy-Konfiguration.

Netzwerk-Peripheriegeräte (Drucker/Scanner) funktionieren nicht- wir zeigen Ihnen was Sie tun können

Funktioniert ein Netzwerkdrucker nicht mehr, kann es viele einfache Gründe haben, wie ein falsches Seitenformat, ein Fehler der Patrone oder ein Papierstau. Bei Netzwerkgeräten, die unabhängig vom Computer arbeiten, wird oft ein einfacher Grund gesehen, hat das Gerät Kontakt zum Netzwerk. Prüfen Sie, ob der Drucker oder Scanner Kontakt zum Netzwerk hat. Signalisiert das Gerät eine Netzwerkverbindung? Ist das Gerät über die Browserzeile erreichbar bzw. wird es in der Auflistung des Routers gezeigt?

Bei Peripheriegeräten aller Art gilt dasselbe, wie bei Computern und Notebooks. Hat so ein Gerät keine IP, kann man es nur kurz ausschalten und wieder einschalten. Funktioniert das Peripheriegerät normalerweise über WLAN sollte man kurzfristig auf eine Kabelverbindung umsteigen.

Mein Internet bzw. mein Netzwerk ist so langsam – was kann ich dagegen tun?

Ist das WLAN recht langsam, ist das zwar nervig, doch funktioniert das Netzwerk in so einem Fall meist fehlerfrei. Problematischer wird es, wenn der Router den Computer immer wieder aus dem Netzwerk herausschmeißt. Anfangs ist das Internet extrem schnell und dann ganz plötzlich wieder richtig langsam oder bleibt für Minuten ständig hängen. Man startet zwar den Router ständig neu, aber das verspricht nur kurz Abhilfe? In so einem Fall, ist von einem Problem mit der Hardware auszugehen, dem Sie auf die Spur kommen müssen.

Zeigt sich das Problem nur bei einem Gerät, bringt es wenig die Einstellungen der Software durchzugehen. In der Regel hilft nur der Austausch des Netzwerkadapters bzw. der nachträgliche Einbau einer Netzwerkkarte. Bei Netbooks oder Laptops gestaltet sich das für einen Laien oft schwierig, in dem Fall, kann ein externer USB-WLAN-STisck schon dauerhaft helfen. Der WLAN-Chip des Laptops sollte aber über den Gerätemanager oder das Bios dauerhaft deaktiviert werden.

Ist der Router überhitzt, hängt er sich gerne auf. Hier hilft meist nur ein Neustart! Prüfen Sie also, ob Ihr Router recht heiß wird. Ist das der Fall, sorgen sie für dauerhaft gute Belüftung. In diesem Fall, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Router frei auf Holzbohlen steht und nicht von Papier oder ähnlichen defekt wird. Ob das Innere des Routers durch die starke Hitze schon Schaden genommen hat, können Sie nur überprüfen, wenn das Gerät geöffnet wurde. In diesem Fall würden Sie aber die Garantie verlieren. Sind Kondensatoren verbogen und gewölbt und läuft Elektroyt aus, muss der komplette Router ausgetauscht werden.

Wichtig: Bestimmte Provider legen Wert darauf, dass Ihre Geräte unversehrt bleiben und ermöglichen Ihren Kunden kaum oder keinen Zugriff auf den Router und dessen Software. In so einem Fall, Finger weg! Gehen Sie davon aus, dass Ihr Router defekt ist, rufen Sie Ihren Provider an und lassen Sie sich ein neues Gerät schicken.

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