Malware auf dem Smartphone

Malware auf dem Smartphone

Während Malware auf dem Computer ein allgegenwärtiges Problem ist, wird die Bedrohung für Smartphones, die von dieser Schadware ausgeht, gerne unterschätzt. Eine Fehleinschätzung, die sich schneller rächen kann als man denkt, wenn man weiß, dass 2017 mehr als 27 000 neue Schadsoftware-Varianten entdeckt wurden, die speziell für mobile Geräte konzipiert waren. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte verschiedene Verhaltensregel beachten.

Während sich die meisten PC- oder Notebook-Nutzer sich der Gefahr beim Surfen im Web bewusst sind und entsprechende Schutzmaßnahmen (Firewall, Antiviren-Software) ergreifen, gehen die meisten mit ihren mobilen Endgeräten einfach noch viel zu sorglos um. Gerade mal nur fünfzig Prozent aller Nutzer, haben ein Antivirenprogramm installiert. Firewall auf dem Smartphone, diese Sicherheitsmaßnahme nutzen noch weniger. So oder so, ein fahrlässiges Verhalten, denn längst sind mobile Geräte, wie Smartphone, Tablet und Co. zum Ziel von Hackern geworden.

Welche Schadware für Smartphones gibt es?

Spyware: Im iTunes- und Google Play Store gibt es eine lange Liste kostenloser Programme, die sich Smartphone-Nutzer zur Unterhaltung herunterladen können. Diese Programme finanzieren sich durch das Einblenden von Werbung. An sich ist das Aufblenden von Adware keine große Sache, doch manche dieser Apps sind derartig mit Adware versucht, dass ständig Push-Mitteilungen und Popups zu sehen sind. Ein Teil der Programme schickt unerlaubter Weise sogar die Nutzerdaten, Browser-Chroniken und/oder Telefonnummer weiter.

Banking-Trojaner: Mittlerweile wurden Smartphones in die Prozesse des Online-Bankings integriert, um die Sicherheit zu erhöhen, stellen aber eine Risikoquelle dar. Mittlerweile versuchen Cyper-Kriminelle über Banking-Trojaner, die Zahlungsdaten zu stehlen.

Ransomware: Bei Ransomware handelt es sich um einen Trojaner, der befallene Smartphones und Tablets sperrt oder auch verschlüsselt. Es erscheint eine Meldung, dass nur durch die Zahlung eines bestimmten Lösegelds das Gerät wieder freigegeben werden.

Cryptominer: Cryptominer sind im eigentlichen Sinn keine Schadware. Hacker leihen sich die Rechenleistung des Handys aus, um über Blockchain-Verfahren neue Bitcoins, Moneros oder Etherums zu berechnen. Smartphones, die von Cryptominer befallen sind werden sehr heiß, haben eine hohe Prozessorauslastung und der Akku hält nicht wirklich lange.

Dialer verschicken teure SMS oder bauen Verbindung zu kostenpflichtigen, extrem teuren Hotlines auf. Damit der Nutzer nichts merkt, werden die Dialer nur dann aktiv, wenn das Telefon im Ruhezustand ist.

Mobile Phishing: Auch auf dem Smartphone ist man vom Phishing nicht verschont. Über falsche Webseiten, E-Mails usw. wird versucht dem Nutzer zur Herausgabe von Banking-Tans, Passwörter und Kreditkartennummern zu überzeugen.

Smartphone vor Schadware schützen: Darauf sollten Sie achten!

  • Neben Antiviren-Software und Firewall gibt es noch eine lange Reihe Verhaltensregeln, die beachtet werden sollten.
  • Es sollten Apps nur aus den Stores der jeweiligen Anbieter heruntergeladen werden. Handelt es sich um neue Apps ohne oder mit nur wenigen Nutzerbewertungen, ist Vorsicht angebracht. Vorm Herunterladen sollten die Bewertungen sowieso immer gelesen werden.
  • Beim Installieren einer App muss unbedingt immer darauf geachtet werden, welche Rechte die App fordert. Verlangt die App Zugriff auf Funktionen, die unlogisch sind, wie Adressbuch, Mikrofone und Co., sollte man hellhörig werden.
  • Halten Sie die Software Ihres Smartphones und alle Apps immer aktuell, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitslecks geschlossen sind.
  • Hängen Sie sich auf keinen Fall in WLANS ein, die sie nicht kennen. Vorsicht ist besser als Nachsicht, denn über WLAN können Hacker den kompletten E-Mail- und SMS-Verkehr mitlesen.
  • Sichern Sie immer alle Daten. Es gibt eine lange Liste Apps mit deren Hilfe gemachte Bilder und erstellte Dateien sofort an die Cloud weitergeleitet werden.

 

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