Google + ist bald Geschichte!

Google + ist bald Geschichte!

Erst die große Datenpanne bei Facebook und jetzt Google +, über viele Jahre konnten Entwickler unberechtigter Weise auf die privaten Daten von Google + Nutzern zurückgreifen. Zwar wurde die Sicherheitslücke geschlossen doch Google ließ die Nutzer lange darüber im Unklaren. Die erste Reaktion Googles war die Nutzung der Plattform für private Nutzer einzuschränken. Des Weiteren wurde der Zugang der App-Entwickler auch auf ein Minimum reduziert. Etwas bedenklicher ist jedoch, dass Google erst sechs Monate nach dem Bekanntwerden die Öffentlichkeit informierte

Google + Datenpanne: Welche Daten wurden gestohlen?

Das Google Datenleck sorgte dafür, dass App-Entwickler die E-Mail-Adressen, das Nutzeralter, Geschlecht und die Infos zur Beschäftigung abgreifen konnten. Welche Nutzer von dem Datenklau betroffen sind kann Google aber nicht mehr genau nachvollziehen. Sicher ist nur, dass diese Lücke bereits seit 2015 existiert und erst 2018 geschlossen wurde.

Des Weiteren sagt Google dazu, dass es trotz der massiven Sicherheitslücke keinen eindeutigen Hinweisen auf einen Datenmissbrauch gäbe. Allerdings sei das auch nicht komplett ausgeschlossen! Trotz den Vorgaben der DSVGO bezüglich der Informationspflicht bei Datenschutzverstößen unter ließ es das Unternehmen die entsprechenden Regulierungsbehörden zeitnah zu informieren. Wahrscheinlich, um nicht noch mehr die Behörden auf sich aufmerksam zu machen.

Wer ist von der Google + Datenpanne betroffen?

Nach einer Analyse aller Fakten geht Google davon aus, dass mehr als 500 000 Google Konten von dem Datenleck betroffen sein könnten. Genaue Angaben konnte der Internetriese aber keine machen, weil deren soziale Plattform so konzipiert ist, dass die Logs der Nutzer nur für zwei Wochen gespeichert werden. Fakt ist, dass mehr als 438 Apps Zugriff auf die Daten hatten.

Die Begründung, dass auf Google Plus aktuell sowieso nicht so viele Nutzer unterwegs sind ist hanebüchen. Des Weiteren hätte ein Datenzugriff sowieso nie länger als fünf Sekunden gedauert. Bis August 2019 will Google jetzt endgültig den Betrieb des Online Netzwerks einstellen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass Google sich seinem Konkurrenten „Facebook“ gegenüber endlich geschlagen gibt.

Welche Auswirkungen hat die Datenpanne für mobile Endgeräte?

Google + läuft auf hunderten mobilen Endgeräten, um es Verbrauchern zu erleichtern ihre Inhalte schneller zu teilen. Hier will Google zukünftig dafür sorgen, dass der Nutzer genauer bestimmen kann, welche Inhalte er teilen möchte und welche nicht. Zudem soll der Zugriff der App auf mobilen Endgeräten eingeschränkt werden. Dazu sollen Entwickler auch nur noch minimalen Zugriff auf Gmail bekommen.  Wahnsinn, einige Entwickler griffen sogar auf Nutzer-E-Mails zu, Ihre Algorithmen für automatische Rückantworten zu optimieren.

Warum hat sich Google erst so spät an die Öffentlichkeit gewandt?

Angeblich hat Google die Öffentlichkeit auf Anraten hauseigener Juristen erst so spät informiert. Sie befürchteten, dass die regulierenden Behörden dem Unternehmen mehr Interesse entgegenbringen würde als nötig. Sie rechneten damit, dass Vergleiche zu dem riesigen Facebook Cambridge Skandal gezogen werden würde. Da es keine direkten Anzeichen für einen Datenmissbrauch gab und auch betroffene Nutzer nicht direkt identifiziert erden konnten, entschied ein internes Google Gremium sich dafür, die Datenpanne von Google 1+ erst einmal nicht der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Ein äußerst bedenkliches Verhalten, oder meinen Sie nicht?

Auch beim Datenskandal von Facebook in Verbindung mit Cambridge Analytica waren die Schnittstellen für App-Entwickler der Auslöser. Das soziale Netzwerk ermöglichte App-Entwicklern , dass diese nicht nur auf die Nutzerdaten, sondern auch auf die Daten von deren Freunden zugreifen konnten. Die so gewonnenen Daten wurden unberechtigter Weise an die in der Datenanalyse tätigen Firma Cambridge weitergegeben. Facebook hatte zwar davon erfahren, informierte aber ebenfalls die Verbraucher nicht bzw. erst extrem spät. Hierfür wurde das soziale Netzwerk in den Medien aufs heftigste kritisiert und das mit Recht.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie Ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen