DSVGO: Ihre Webseite ist fit? Wie sieht es mit Ihrer Datensicherheit aus?

DSVGO: Ihre Webseite ist fit? Wie sieht es mit Ihrer Datensicherheit aus?

Mit dem Inkrafttreten der DSVGO haben viele Unternehmer Ihre Webseite komplett überarbeitet, doch wie sieht es mit Ihrer Datensicherheit aus? Funktioniert Ihre Datensicherung sowie sie sollte?

Was ist Datensicherheit?

Zur Datensicherheit gehören alle technischen Maßnahmen, die zum Schutz von Daten ergriffen wurden. Dabei basiert Datensicherheit auf drei Grundprinzipen.

  • Integrität, um Datenverlust durch technische Defekte oder Manipulation zu verhindern.
  • Vertraulichkeit bedeutet, dass nur berechtigte Mitarbeiter Zugriff auf die gespeicherten Daten haben.
  • Datenverfügbarkeit, damit die gesicherten Daten auch im Ernstfall verwendet werden können.

Ein maßgeblicher Baustein der Datensicherheit ist die Datensicherung. Das bedeutet, dass alle Daten redundant und regelmäßig auf externe Medien gesichert werden.

Riskieren Sie keinen Datenverlust!

Datenverlust ist für jedes Unternehmen problematisch, da in dem Moment erstmal alle Prozesse zum erliegen kommen. Eine Firma ist nun mal nicht nur auf funktionierende Computer angewiesen, sondern auch auf eine stabile Datenverfügbarkeit. Wurde keine Datensicherung erstellt bzw. ist diese unbrauchbar, können die notwendigen Daten nur unter Einsatz enormer Ressourcen finanzieller und zeitlicher Natur hergestellt. Ein Fünkchen Glück gehört natürlich auch dazu!

Zugleich bedeutet ein Datenverlust immer Verlust, denn während der Zeit, in der Sie Ihre Hardware nicht nutzen können und keinerlei Zugriff auf die Daten haben, steht ihr Betrieb! Wird so eine Datenpanne öffentlich bekannt, zieht das zugleich immer einen Vertrauensverlust Ihrer Kunden nach sich.

Welche Gründe können zu einem Datenverlust führen?

mangelhafte Sicherungsmaßnahmen Ihrer Hardware (kein Anti-Virenprogramm, schlecht geschulte Mitarbeiter, keine regelmäßigen Updates, keine Firewall usw.)

  • veraltete oder beschädigte Hardware
  • mangelhafte Datensicherungsmaßnahmen
  • Überspannung
  • Versehentliches Löschen der Daten

Welche Datensicherungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

  • einfache Datensicherung: Bei der einfachen Datensicherung bzw. Volldatensicherung werden immer alle Daten auf einem externen Speichermedium gesichert. Im Vergleich zu anderen Datensicherungsmethoden, ist die das Erstellen und Verwalten des Backups einfacher durchzuführen. Doch auch bei der einfachen Datensicherung gilt, dass ein einzelnes Backup niemals ausreicht, die Daten sollten immer in mehreren Generationen gesichert werden.
  • differentielle Datensicherung: Bei der differentiellen Datensicherung wird im ersten Schritt ein Vollbackup erstellt. Nachfolgend werden in vorher festgelegten Intervallen nur die veränderten Daten gesichert. Zwar braucht eine differentielle Datensicherung weniger Speicher als eine einfache Datensicherung, allerdings ist der Sicherungsvorgang länger. Für das Zurücksichern der Daten werden immer zwei Speichermedien benötigt, die differentielle Datensicherung und das zu vor erstellte Vollbackup
  • inkrementelle Datensicherung: Die inkrementelle Datensicherung ist der differentiellen Datensicherung äußerst ähnlich, mit dem Unterschied, dass es hier nicht nur zwei Datenträger, sondern eine ganze Sicherungskette gibt. Nur beim ersten Durchlauf basiert die inkrementelle Datensicherung auf zu Beginn erstellten Vollbackup, in den folgenden Schritten, immer auf der vorher erstellten Datensicherung (Sicherungskette)
  • sequentielle Datensicherung: Bei der sequentiellen Datensicherung kommt es nicht direkt zu einer Sicherungskette, allerdings werden auch hier alle Daten nachfolgend, direkt hintereinander gespeichert.
  • partielle Datensicherung: Bei der partiellen Datensicherung werden nur Teile der Daten je nach Ihrer Wichtigkeit und der Einstellung gesichert. Das Sicherungsintervall kann individuell angepasst werden. Zu einer Sicherung der Systemdateien kommt es erst, wenn das System verändert wurde. Die Sicherung der Datenpartition ist jederzeit möglich.

Welche Backup-Strategien gibt es?

Welche Backup-Strategie für Ihr Unternehmen die beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Strategien und Ihre Merkmale leicht verständlich zusammengefasst.

  • FIFO, ausgeschrieben First in, first out, ist die einfachste Backup-Strategie. Hierfür werden mindestens zwei Datenträger verwendet. Ist das erste Speichermedium voll, wird das zweite verwendet. Neigt sich hier die Speicherkapazität langsam zu Ende, wird der erste Datenträger überspielt.
  • Die Backupstrategie nach Generationenprinzip (Vater-Sohn-Großvater) ist so aufgebaut, dass die Daten zu unterschiedlichen Zeitpunkten gesichert werden. Das sogenannte Großvater-Backup, eine Vollsicherung, wird 1x monatlich durchgeführt. Das sogenannte Vater-Backup erfolgt wöchentlich, das Sohn-Backup dagegen täglich. Da nun mehrere Generationen vorhanden sind, bedeutet das nicht den kompletten Datenverlust, falls ein Befall mit Schadware oder Verschlüsselungstrojaner zu spät erkannt wurde.
  • Die Türme von Hanoi ist eine Backup-Strategie, die hauptsächlich für die Datensicherung mit Magnetbändern konzipiert wurde. Hierbei wird genau festgelegt, wann welches Magnet zur Datensicherung verwendet wird, um sicherzustellen, dass im Ernstfall eine Datensicherung mit hoher Datenintegrität vorhanden ist.

Welche Speichermedien sind längerfristig für Backups geeignet?

  • Optische Speichermedien

Optische Speichermedien werden der Kategorie flüchtige Speicher zugeordnet. Darunter fallen DVDs, CDs, Festplatten, Magnetbänder und Blue-Ray

Die Vor- und Nachteile von Blue-Ray, CD und DVD

  1. Die Kosten für den Kauf von Blue-Ray, CD, DVD und Co. sind im Vergleich zu anderen Speichermedien relativ gering.
  2. Alle optischen Speichermedien können berührungslos gelesen werden, warum sie sich nicht so schnell abnutzen. Trotzdem halten CD, DVD und Blue-Ray nicht unbegrenzt.
  3. Was gegen eine Datensicherung mit optischen Speichermedien spricht ist, dass deren Haltbarkeit begrenzt ist. Hinzu kommt, dass bei wiederbeschreibbaren DVDs und/oder CDs nur eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen möglich ist.
  • Magnetische Speichermedien

Diskette, Festplatte, Video- und Magnetbänder sind namhafte Vertreter magnetischer Speichermedien. Datenträger dieser Kategorie besehen üblicherweise aus magnetisierbarem Material. Magnetische Speichermedien können nur mithilfe eines Schreib-Lese-Kopfs gelesen oder beschreiben werden. Für die Datensicherung von Vorteil ist, dass man mit diesen Datenträgern neben digitalen Dateien auch analoge Daten sichern kann. Allerdings sind magnetische Speichermedien anfällig gegen mechanische Belastung oder Magnetismus.

Alternativ zu physischen Datenträgern kann eine Datensicherung auch indirekt über Netzwerk auf dem Server oder Cloud gesichert werden.

Sie sind auf der Suche nach einem Dienstleister im Bereich Datenwiederherstellung oder benötigen Unterstützung bei der Erstellung und der Umsetzung eines effizienten DAtensicherungskonzeptes? Rufen Sie an oder schreiben Sie uns eine E-Mail, wir nehmen uns gerne die Zeit für Sie, Sie umfassend über Ihre Möglichkeiten zu beraten.

RAID ist sinnvoll, aber nur Datensicherung nicht ausreichend

Viele Geräte, wie Server, NAS und ähnliche, sind mit einem RAID-System ausgestattet. Als alleiniger Schutz vor Datenverlust ist ein RAID aber nicht ausreichend! Nachfolgend erklären wir Ihnen warum!

Was ist ein RAID?

Verfügen Computer, Server und CO. über ein RAID, ist das Gerät mit mehr als nur einer Festplatte ausgestattet. Dabei werden die Daten verteilt auf unterschiedliche Geräte gespeichert. Während der Datenspeicherung  erfolgt eine automatische Paritätsbildung  und –erzeugung. Der Hauptvorteil des RAIDS ist, kommt es zu einem Festplattenausfall, sind die Daten dennoch nicht weg. Das Schöne ist, dass der Betrieb in so einem Fall nicht unterbrochen werden muss. Sie sollten aber wissen, dass es unterschiedliche RAID-Level gibt.

Welche RAID-Level gibt es?

RAID-0: RAID-Level 0 ist kein direktes RAID, da die Daten nicht redundant erzeug werden. Das Stripping ist alleine dafür gedacht, die Leistung des PCs zu optimieren.

RAID-1: Für RAID-Level 1 sind mindestens zwei Festplatten von Nöten. Dabei ist eine HDD die perfekte Kopie der anderen (Spiegelung). Stripping ist bei RAID 1 nicht vorhanden à RAID-1 hat den Zweck, die Leseleistung des Computers zu optimieren. Leider bleibt beim RAID-Level 1 die Schreibleistung dieselbe.

RAID-Level 5: Bei einem Computer oder einem SERVER mit RAID-Level 5 hat der Computer mindestens drei Festplatten eingebaut. Durch das RAID werden alle Anwender- und Paritätsdaten auf alle HDDs gleichmäßig verteilt. RAID-Level fünf unterstützt eine im Vergleich zu RAID-1 eine unabhängige Schreib- und Leseoperation.

Neben den klassischen RAID-Leveln gibt es noch eine lange Liste weiterer!

Wichtig: Zwar ist ab RAID-Level 1 ein gewisser Schutz vor einem Festplattenausfall gegeben, als alleiniges Datensicherungskonzept aber nicht ausreichend.

 

 

 

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie Ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen